(jul) In Lindau und Umgebung kam es am Sonntagabend zu einer grenzüberschreitenden Verfolgungsfahrt mit schweren Folgen: Polizeiangaben zufolge wollten Beamte der Grenzpolizei in einem Lindauer Industriegebiet ein verdächtiges Fahrzeug überprüfen, dessen Fahrer an einer Tankstelle offenbar nicht bezahlt hatte. Die Beamten forderten den Mann zum Anhalten auf, doch dieser widersetzte sich der Kontrolle und fuhr davon. Weitere Streifen nahmen die Verfolgung auf und versuchten, den Wagen zu stoppen. Kurz darauf erhielten die Polizeikräfte die Information, dass der Pkw gestohlen war und der Fahrer bewaffnet sei. Der Mann flüchtete weiter mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Bregenz, über die Grenze nach Österreich und wieder zurück über die B308 in Richtung Lindenberg; deutsche und österreichische Polizeikräfte verfolgten das Auto. Kurz vor Rohrbach durchbrach der Fahrer eine Polizeisperre, rammte mehrere Streifenwagen und kam wenig später von der Fahrbahn ab. Polizeifahrzeuge blockierten die Weiterfahrt, Einsatzkräfte umstellten den Wagen. Der Fahrer verbarrikadierte sich im Inneren und bedrohte die Einsatzkräfte mit der Schusswaffe, weshalb sich die Polizei zum Zugriff entschloss. Der 43-Jährige schoss sich dabei selbst in den Kopf. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei gab keine Schüsse ab. Während der Verfolgung wurden zwei Beamte leicht verletzt und drei Einsatzfahrzeuge beschädigt. Weitere Ermittlungen zum Vorfall laufen.