Freitag, 17. Juli 2026, 19:35 Uhr
Ettlingen, Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg
- News-Nr.: 4108
Schockierender Vorfall in Regionalzug in Ettlingen:
Streit bei Fahrscheinkontrolle mit betrunkenem Fahrgast in Personenzug eskaliert – Mitarbeiter der DB-Sicherheit stürzt nach Gerangel aus fahrendem Zug und erleidet lebensgefährliche Verletzungen – Fahrgast kann von Polizeikräften festgenommen werden – Rettungskräfte finden lebensgefährlich verletzten DB-Mitarbeiter zwei Kilometer entfernt im Gleisbereich
Großaufgebot an Einsatzkräften rückt an – Notfallseelsorger im Einsatz – andere Fahrgäste werden betreut – Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen – Bahnstrecke stundenlang gesperrt
(fg) Ein Mitarbeiter der DB-Sicherheit wurde am Freitagabend lebensgefährlich verletzt, nachdem er im Verlauf einer körperlichen Auseinandersetzung aus einem fahrenden Zug gestürzt war.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kontrollierten Fahrscheinprüfer gegen 19:35 Uhr auf der Bahnstrecke von Offenburg nach Karlsruhe einen 36-jährigen deutschen Fahrgast. Im Zusammenhang mit der Fahrscheinkontrolle kam es wohl zu einem verbalen Streit, weshalb zwei Mitarbeiter der DB-Sicherheit hinzugezogen wurden.
Im weiteren Verlauf soll der mutmaßlich alkoholisierte 36-Jährige die beiden Mitarbeiter der DB-Sicherheit beleidigt haben. Anschließend kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Fahrgast und einem 26-jährigen bulgarischen Mitarbeiter der DB-Sicherheit. Während des Gerangels stürzten beide Beteiligte zu Boden. Hierbei öffnete sich aus bislang ungeklärter Ursache die Tür des fahrenden Zuges und der 26-Jährige stürzte auf Höhe von Ettlingen-Bruchhausen aus dem Zug.
Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den Beschuldigten noch im Zug vorläufig fest. Im Rahmen umfangreicher Suchmaßnahmen fanden Polizeikräfte den lebensgefährlich verletzten Mann etwa zwei Kilometer hinter dem späteren Halteort des Zuges im Bereich der Gleise auf. Rettungskräfte brachten ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Die polizeilichen Maßnahmen sowie die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf des Geschehens dauern an. Der betroffene Zug wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen.
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