Donnerstag, 25. Juni 2026, 20:10 Uhr
Gaggenau – Michelbach, Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg

Gigantisches Flammeninferno in Gaggenau-Michelbach:

Wohnhaus mit Schreinerei und Lagergebäude steht lichterloh in Vollbrand – meterhohe Flammen schlagen in den Himmel, starke Rauchwolke weithin sichtbar (on Tape) – Feuerinferno bedroht weitere Wohnhäuser – 25 Bewohner müssen vorsorglich evakuiert werden – extreme Hitze und anhaltende schwüle Temperaturen in der Nacht verlangen den Einsatzkräften alles ab – Brauerei bringt kurzerhand Getränkewagen an den Brandort und zapft kühle Getränke für die Einsatzkräfte – über 100 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk stundenlang im Großeinsatz

,,Wir haben alles alarmiert was an Feuerwehr verfügbar ist“ – ausführliche O-Töne verfügbar – Anwohner im ganzen Ort wurden gebeten Fenster und Türen aufgrund der Rauchwolke geschlossen zu halten – keine Verletzten – Löscharbeiten dauern die ganze Nacht an – ganzer Grundstückkomplex wurde vom Feuer zerstört – extreme Hitze belastet die Retter – Brandursache unklar

(fg) Ein gigantisches Flammeninferno wütete in der Nacht mitten in einem Wohngebiet in Gaggenau-Michelbach im Landkreis Rastatt. Zahlreiche Anwohner wurden sicherheitshalber evakuiert. Das Feuer drohte sich auf weitere Gebäude auszubreiten. Anhaltende Sommerhitze und die extreme Wärmeabstrahlung der Flammen verlangte den Feuerwehrkräften zudem stundenlang alles ab. Ein Großbrand hat am Donnerstagabend den Heilweg in Gaggenau-Michelbach in Atem gehalten. Gegen 20.10 Uhr ging über den Notruf die Meldung über ein Feuer in einem ehemaligen holzverarbeitenden Betrieb mit angeschlossenem Wohnhaus ein. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich daraus ein Großeinsatz. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet gegen 20.15 Uhr ein Wohn- und Geschäftsgebäude mit angeschlossener Schreinerei und Lagergebäude in Vollbrand. „Beim Eintreffen der Feuerwehr zündete das Feuer durch und alle drei Gebäude standen lichterloh in Flammen“, erklärte der Feuerwehrsprecher. „Wir haben alles, was an Feuerwehr alarmierbar ist, alarmiert“, sagte er weiter. Die anhaltenden Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius hätten den Einsatzkräften dabei alles abverlangt. „Die Gluthitze und die weiterhin hohen Temperaturen auch in der Nacht machen die Löscharbeiten extrem belastend. Zahlreiche Atemschutzgeräteträger mussten eingesetzt werden.“ Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst darauf, den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Zur Entlastung der Feuerwehrleute versorgte das Deutsche Rote Kreuz die Einsatzkräfte fortlaufend mit Trinkwasser. Für eine Überraschung sorgte eine örtliche Brauerei in der Nacht: Diese erkannte den Ernst der Lage sofort und stellte kurzerhand ihren Getränkewagen an den Brandort. So konnten alkoholfreie kalte Getränke gezapft und dadurch die Einsatzkräfte bei 28 Grad in der Nacht versorgt werden. Zudem konnten Feuerwehrangehörige, die nicht unmittelbar im Gefahrenbereich tätig waren, leichtere Einsatzkleidung tragen, erläuterte der Feuerwehrsprecher. Rund 25 Anwohner aus den vorsorglich geräumten Häusern im Heilweg wurden evakuiert, so die Polizei. Für sie richtete die Stadt in der Wiesentalhalle eine Anlaufstelle ein. Ein Anwohner berichtete von dramatischen Szenen: „Ich habe Brandgeruch wahrgenommen und nachgeschaut. Dann habe ich dieses Flammeninferno gesehen“, schilderte er. Zudem habe er mehrere Explosionen gehört. Gleichzeitig sprach er den Einsatzkräften seinen Respekt aus: „Bei dieser Hitze so eine Leistung zu bringen, davor habe ich großen Respekt.“ Nach ersten Erkenntnissen wurden bei dem Brand keine Menschen verletzt. Aufgrund der langwierigen Nachlöscharbeiten waren die Feuerwehr, die Rettungskräfte und auch das Technische Hilfswerk noch bis tief in die Nacht im Einsatz. Das Gebäude musste eingerissen werden um alle Glutneser ablöschen zu können. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers dauern an.

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