Dienstag, 23. Juni 2026, 18:45 Uhr
A8, Höhe Karlsbad, zwischen Karlsruhe und Pforzheim, Fahrtrichtung Stuttgart, Baden-Württemberg

Gefahrgutunfall sorgt für stundenlange Vollsperrung der A8 bei Karlsruhe:

Tanklastwagen mit giftigen Lösungsmitteln stürzt auf der Autobahn in Richtung Stuttgart um – Lastwagen hatte leicht entzündlichen flüssigen Gefahrstoff geladen, einige Tropfen treten aus und sorgen für Geruchsbelästigung – Unfallstelle wird großräumig abgesperrt – Spezialkräfte rücken mit Chemieschutzanzügen an

Lasterfahrer wird leicht verletzt – Feuerwehr und Rettungskräfte im Großeinsatz – Autobahn stundenlang blockiert – Gefahrgut muss in Ersatz-Tankwagen umgepumpt werden – Bergungsarbeiten dauern bis tief in die Nacht an

(fg) Ein umgestürzter Gefahrgut-Tanklastwagen hat am Dienstagabend für einen stundenlangen Großeinsatz auf der A8 bei Karlsbad gesorgt. Nachdem giftige Lösungsmittel aus dem Fahrzeug austraten, musste die Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart mehrere Stunden voll gesperrt werden. Gegen 18:45 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu dem Unfall auf die A8 zwischen Karlsruhe und Pforzheim alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte lag ein Tanklastwagen auf der Seite und blockierte sämtliche Fahrspuren. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Tankwagen hatte mehrere Kammern mit flüssigen Lösungsmitteln geladen. Aus zwei der vier Kammern traten kleine Mengen Gefahrstoffe aus und sorgten für Geruchsbelästigung. ,,Da es sich um giftige, geruchsintensive und leicht entzündliche Stoffe handelte, wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt", so Michaela Hofmann, Sprecherin der Feuerwehr Karlsruhe vor Ort. Spezialisierte Einsatzkräfte arbeiteten unter Chemikalienschutzanzügen, um die Leckagen abzudichten und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Insgesamt waren 19 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie 14 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr aus Wettersbach und Stupferich im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Rettungsdienst, der Autobahnpolizei, der Autobahnmeisterei und einem Bergungsunternehmen. Nachdem die Leckagen geschlossen werden konnten, wurde die verbliebene Ladung durch Spezialkräfte in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt. Anschließend konnte der Lastwagen geborgen werden. Während der Maßnahmen blieb die A8 in Richtung Stuttgart bis tief in die Nacht voll gesperrt, wodurch sich der Verkehr über mehrere Kilometer staute.

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