Samstag, 27. Dezember 2025, 04:00 Uhr
Röthenbach, Landkreis Lindau, Bayern
- News-Nr.: 3568
Flammen-Inferno bei minus 8 Grad im Allgäu:
Dachstuhl in Röthenbach steht bei Eintreffen in Vollbrand – 14 Bewohner und ein Hund aus brennendem Haus gerettet – 120 Einsatzkräfte kämpfen gegen Brandausbreitung – Dach stürzt komplett ein – Löschwasser gefriert zu gefährlicher Eisfläche
Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache übernommen
(jul) In den frühen Morgenstunden des Samstags kam es in Röthenbach im Allgäu zu einem Großbrand, der einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei erforderlich machte. Gegen 3:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem ein Mehrparteienhaus in Brand geraten war. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl des Gebäudes bereits in Vollbrand. Flammen schlugen aus dem Dach, dichter Rauch lag über dem Ortsgebiet. Trotz Temperaturen von minus 8 Grad begann die Feuerwehr sofort mit der Menschenrettung und der Brandbekämpfung. Insgesamt konnten 11 Erwachsene, 3 Kinder und ein Hund rechtzeitig aus dem Gebäude gerettet werden. Aufgrund der starken Brandausbreitung wurde eine zweite Drehleiter der Feuerwehr Lindenberg nachalarmiert, sodass der Brand von beiden Seiten bekämpft werden konnte. Nach Angaben von Kreisbrandrat Wolfgang Endres waren rund 120 Feuerwehrkräfte aus umliegenden Wehren im Einsatz. Im weiteren Verlauf stürzte der Dachstuhl weitgehend ein, wodurch ein Innenangriff nicht mehr möglich war. Die Löscharbeiten mussten vollständig von außen durchgeführt werden. Die Feuerwehr ist weiterhin mit aufwendigen Nachlöscharbeiten beschäftigt, deren Dauer derzeit noch nicht absehbar ist. Der Rettungsdienst war mit mehreren Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeugen und einem Einsatzleiter vor Ort. Alle geretteten Bewohner wurden medizinisch betreut. Anschließend übernahm die Fachgruppe Betreuung des Bayerischen Roten Kreuzes die Versorgung der Betroffenen und richtete im Freizeitzentrum einen Aufenthaltsraum ein. Zusätzlich unterstützte ein Fachberater des Technischen Hilfswerks die Einsatzleitung im Hinblick auf die Standsicherheit des beschädigten Gebäudes. Aufgrund der niedrigen Temperaturen verwandelte sich die Einsatzstelle rasch in eine Eisfläche. Der Bauhof streute die umliegenden Straßen zur Sicherung der Einsatzkräfte. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch Polizei und Kriminalpolizei im Einsatz. Die Brandursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.
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