Samstag, 27. Juni 2026, 15:00 Uhr
Weingarten (Baden), Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg

Extreme Hitze sorgt für Explosionsgefahr in Wohngebiet in Weingarten:

Propangastank von Wohnhaus bläst wegen über 40 Grad ab und sorgt für Explosionsgefahr mitten in Wohngebiet – Kühlung mit mehreren Wasserrohren der Feuerwehr scheitert wegen extremer Sonneneinstrahlung – Gas muss kontrolliert abgefackelt werden – riesige Flamme lodert in den Himmel – rund 20 Bewohner werden evakuiert

Rund 120 Einsatzkräfte bis in den späten Abend im stundenlangen Großeinsatz – Feuerwehrkräfte müssen mehrfach getauscht werden, aufgrund hoher Belastung durch die Temperaturen

(fg) Ein überhitzter Propangastank hat am Samstagnachmittag in Weingarten (Baden) im Landkreis Karlsruhe für eine Explosionsgefahr gesorgt und einen stundenlangen Großeinsatz zahlreicher Einsatzkräfte ausgelöst. Die Feuerwehr wurde in die Wilzerstraße alarmiert, nachdem der rund sieben Kubikmeter fassende Gastank eines Wohnhauses aufgrund der extremen Außentemperaturen von über 40 Grad über das Sicherheitsventil Gas abblies. Die Einsatzkräfte versuchten zunächst, den Behälter mit mehreren Strahlrohren dauerhaft zu kühlen. Allerdings erhitzte sich der Tank durch die intensive Sonneneinstrahlung jedes Mal innerhalb kürzester Zeit erneut, sobald die Kühlung unterbrochen wurde. Aufgrund der anhaltenden Explosionsgefahr wurden die umliegenden Wohnhäuser vorsorglich geräumt. Rund 20 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen und wurden in der Walzbachhalle untergebracht sowie durch das Deutsche Rote Kreuz betreut. Nach intensiver Abstimmung zwischen Feuerwehr und dem Gasversorger fiel schließlich die Entscheidung, das Propangas kontrolliert über eine spezielle Gasfackel abzubrennen. Ziel der Maßnahme war es, den Druck im Behälter kontrolliert zu reduzieren und die Explosionsgefahr zu beseitigen. Während des Abfackelns schoss eine mehrere Meter hohe Flamme mitten im Wohngebiet in den Himmel. Zum Schutz der Nachbargebäude richtete die Feuerwehr eine umfassende Riegelstellung ein. Über eine Drehleiter sowie mehrere Trupps mit C-Rohren wurden die angrenzenden Häuser permanent gekühlt. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren im Einsatz. Die extremen Temperaturen machten den Kräften zusätzlich zu schaffen, sodass die Feuerwehrleute regelmäßig ausgetauscht werden mussten. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.

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