Montag, 11. Mai 2026, 14:20 Uhr
Rheinstetten, Kreis Karlsruhe, Baden-Württemberg
- News-Nr.: 3918
Großalarm auf dem Rhein bei Karlsruhe nach Boots-Diebstahl:
Person entwendet offenbar ein Boot von Fähranleger, paddelt damit quer über den Rhein und verschwindet plötzlich – große Suchaktion mit Hubschrauber, Wasserrettung und mehreren Rettungsbooten startet – leeres Boot kann schließlich geborgen werden, von der Person fehlt jedoch jede Spur
Polizei hat die weiteren Ermittlungen eingeleitet
(fg) Ein Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG, Wasserschutzpolizei und Rettungsdienst hat am Montagnachmittag auf dem Rhein bei Rheinstetten-Neuburgweier für Aufsehen gesorgt.
Gegen 14:20 Uhr war eine Person auf einem kleinen Boot auf dem Rhein gesichtet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann offenbar mit den Händen gepaddelt haben und von der pfälzischen Rheinseite in Richtung badisches Ufer unterwegs gewesen sein.
Augenzeugen berichteten, dass der Mann den Rhein überqueren wollte, jedoch nicht auf der anderen Seite angekommen sei. Wenig später bestand der Verdacht, dass die Person ins Wasser gefallen sein könnte. Das leere Boot wurde anschließend am badischen Rheinufer entdeckt und gesichert.
Daraufhin wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Mehrere Boote der Feuerwehr und der DLRG auf beiden Rheinseiten waren im Einsatz. Auch die Wasserschutzpolizei unterstützte die Maßnahmen mit mehreren Booten. Zusätzlich kreiste der Rettungshubschrauber „Christoph 43“ über dem Rhein. Die Einsatzkräfte suchten den Flussbereich bis nach Leopoldshafen ab.
Trotz des Großaufgebots konnte keine Person gefunden werden. Gegen 16:15 Uhr wurde der Einsatz beendet. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers habe sich letztlich keine Person im Wasser befunden.
Im Verlauf des Nachmittags verdichteten sich Hinweise, dass es sich bei dem Vorfall möglicherweise nicht um ein Unglück, sondern um einen Diebstahl handeln könnte. Wie der Betreiber der Rheinfähre Baden-Pfalz bestätigte, wurde ein Rettungsboot von der Fähre entwendet. Aufgrund des schlechten Wetters habe der Fährbetrieb am Montag geruht, weshalb das Boot unbeaufsichtigt gewesen sei. Der mutmaßliche Täter soll das Boot von der Verankerung gelöst und anschließend mit den Händen über den Rhein gepaddelt haben.
Der Fährbetreiber kündigte an, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Die weiteren Ermittlungen der Polizei dauern an.
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