Dienstag, 10. Februar 2026
Karlsruhe – Hohenwettersbach, Baden-Württemberg
- News-Nr.: 3686
Einsatzfahrzeuge in Karlsruhe gezielt manipuliert:
Zwei Vorfälle sorgen für Sprachlosigkeit – Unbekannte klemmen Schrauben unter Einsatzfahrzeug des DRK Ortsverein Hohenwettersbach – wenige Tage später wird ein Reifen des Einsatzfahrzeuges mutwillig komplett zerstört
Retter können in dieser Zeit nicht ausrücken um im Rahmen des ,,First Responder“ den Menschen zu helfen – Polizei hat Ermittlungen aufgenommen
(fg) Der Karlsruher DRK-Ortsverein Hohenwettersbach ist innerhalb kurzer Zeit mehrfach Opfer mutwilliger Beschädigungen an seinen Einsatzfahrzeugen geworden. Nach zwei schwerwiegenden Vorfällen ermittelt nun die Polizei wegen gezielter Sabotage.
Bereits am 22. Januar wurde bei der Übernahme eines Einsatzfahrzeugs der Notfallhilfe eine gefährliche Manipulation festgestellt. ,,Unbekannte hatten vor beiden Hinterreifen selbstschneidende Schrauben hochkant und exakt in Fahrtrichtung platziert“, so der DRK Ortsverein. Wäre das Fahrzeug in Betrieb genommen worden, hätte dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem gleichzeitigen Reifenschaden geführt und die Einsatzfähigkeit des Fahrzeugs massiv beeinträchtigt.
Das betroffene Einsatzfahrzeug stand zu diesem Zeitpunkt auf seinem gekennzeichneten Stellplatz auf dem oberen Parkdeck der Lustgartenhalle. Der Vorfall wurde umgehend bei der Polizei angezeigt.
Am 30. Januar kam es dann zu einer weiteren mutwilligen Beschädigung. Bei einer Kontrolle wurde an einem anderen Einsatzfahrzeug ein platter Hinterreifen auf der Beifahrerseite festgestellt. Das Fahrzeug wurde daraufhin in einen Reifenfachbetrieb gebracht, wo bestätigt wurde, dass der Schaden vorsätzlich herbeigeführt worden war. Auch dieser Vorfall führte zu einer Anzeige gegen Unbekannt.
Durch die Beschädigungen waren die betroffenen Fahrzeuge zeitweise nicht einsatzfähig. ,,Besonders besorgniserregend ist aus Sicht des DRK, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt sondern um gezielte Sabotageakt“, so der OV Hohenwettersbach.
Der DRK-Ortsverein Hohenwettersbach betont, dass solche Taten nicht nur eine erhebliche Gefährdung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte darstellen, sondern auch direkte Auswirkungen auf Menschen haben können, die im Notfall auf schnelle und zuverlässige Hilfe angewiesen sind.
Der Ortsverein appelliert daher eindringlich an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen im Umfeld von Einsatzfahrzeugen unverzüglich der Polizei zu melden. Die Ermittlungen der Polizei Karlsruhe dauern an.
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